Zengarten

kare sansui

Steinsetzung

Die vom Zen geprägten Gärten entwickeln sich etwa ab 1250 in Japan. Insbesondere in der Muromachi-Periode (1336-1568) haben sich dann die zen-typischen Gartenformen herausgebildet, die vorrangig in den Tempelbezirken die Gärten von ausgeprägter Schlichtheit und zugleich suggestiver Kraft hervorgebracht haben, die wir noch heute besuchen und bewundern können.

Anders als die Gärten der Heian-Zeit um 1000, die in erster Linie als den Residenzen von Fürsten zugeordnete Wandelgärten bekannt sind, wurden die Gärten der Zen-Tempel als Kontem- plationsgärten genutzt.                                  

o karikomi

In den Innenhöfen der Kloster- und Tempelanlagen werden mit wenigen Mitteln stilsierte Landschaften z.Tl. nach Vorbildern chinesischer Landschaftsmalerei gestaltet. Geschickt werden dabei Steine, Kies und wenige Pflanzen so eingesetzt, dass auf kleinstem Raum die Weite der Landschaft konzentriert erscheint.

Die Gestaltung wie auch die tägliche Pflege des Gartens sind spirituelle Übungen auf dem Zen-Weg.  

Literaturempfehlung:                                                                 Günter Nitsche ‘Gartenarchitektur in Japan’,Taschen 1991         Teiji Itoh ‘Die Gärten Japans’, Dumont 1999                               M. Paul ‘Zen - Wohnen und Leben in Harmonie’, Dumont 2000