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Das Einfache, das nicht so einfach ist
Aus gemeinsamen Tendenzen zur Reduktion ergeben sich viele Berührungspunkte zwischen der traditionellen, vom Zen beeinflussten Kultur Japans sowie den westlichen Richtungen der Moderne in Architektur, Design und Kunst.
Aber gleichwohl gibt es auch wesentliche Unterschiede sowohl in der Motivation, die hinter der Suche nach dem Einfachen steht, als auch in Ausdruck und Gestaltung.
Mit der Gegenüberstellung einiger theoretischer Grundlagen sowie einiger Beispiele aus den behandelten Bereichen sollen sowohl Berührungspunkte als auch die Unterschiede anklingen.
Die kulturellen Hintergründe eines zen-buddhistisch geprägten Japan seit dem 13. Jdt. und unserer technologisch- wissenschaftlich und ökonomisch bestimmten Neuzeit weisen natürlich erhebliche Unterschiede auf. Aber gerade aus diesen Unterschieden lässt sich herausfiltern, was unserer Zeit fehlt.
Insbesondere in der Architektur wird deutlich, dass unter dem Diktat der Ökonomie und der Funktion allzu einfache Lösungen zu negativen Ergebnissen führen können.
Die Aufgabe einer menschen- und umweltgerechten Gestaltung liegt darin, nach einfachen Lösungen mit einem Höchstmaß an Konzentration, Sensibilität und Bedeutung zu suchen.
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