Garten

Zen-Garten

Gärten werden auch als temporäre Paradiese bezeichnet. Temporär, weil man leider nicht dauernd darin leben kann und temporär auch deshalb, weil sie sich ohne ständige Pflege in Natur zurückverwandeln.

Bis ins 19. Jahrhundert war es in Europa die Regel, dass städtische Wohnungen keinen direkten Bezug zu den Gärten hatten, falls in innerstädtischen Lagen überhaupt Gärten vorhanden waren.

Anders sah es bei dem traditionellen japanischen Wohnhaus aus. Das Wohngebäude wurde zwar meist auf sehr kleinem Grund- stück errichtet, aber gleichwohl hatten die Wohnräume über Schiebewände und Terrassen eine sehr starke Beziehung zu den teilweise winzigen Gartenflächen, die mittels Mauern, Zäunen und Hecken von der Straße und den Nachbarn abgeschirmt waren.

Sowohl die Gärten der Wohnhäuser als auch der Zen-Tempel und Teegärten erreichten auf kleinen Flächen intensive Wirkungen im Wechsel der Jahreszeiten. Mit dem Einsatz sparsamer und genau kalkulierter Mittel konnte hierbei in innerstädtischen Lagen ein Eindruck von Großzügigkeit und Stille erreicht werden.

Literaturempfehlung:                                                               Günter Nitschke ‘Gartenarchitektur in Japan’, Taschen 1991     Teiji Itoh ‘Die Gärten Japans’, Dumont 1999                                M. Paul ‘Zen - Wohnen und Leben in Harmonie’, Dumont 2000

Tee-Garten

ein städtischer Vorgarten